Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Schlaiten
Aus frühen Jahren sind Aufzeichnungen nur sehr spärlich vorhanden. Mündlichen Überlieferungen zufolge wurde die Feuerwehr Schlaiten im Jahr 1899 gegründet. Schon im Gründungsjahr wurde auf dem Anwesen des ersten Ortskommandanten und damaligen Bürgermeisters Alois Greinhofer, vlg. Unterkasperer, das erste Gerätehaus erbaut. Nach zahlreichen Einsätzen in den Nachbarorten wurde der erste Brand in Schlaiten erst im Jahre 1927 verzeichnet. Es brannte das Moar-Anwesen, oberhalb vom Fotzhof nieder. Der Hof wurde nicht mehr aufgebaut. Da die Ausrüstung durch die Feuchtigkeit im alten Haus sehr zu leiden hatte, wurde im Jahr 1928 das zweite Gerätehaus aus Holz erbaut. Die wachsenden Anforderungen machten eine Aufrüstung der Wehr an Mannschaft und Geräten notwendig.
Schließlich wurde im Jahre 1969 zugleich mit dem neu erworbenen Fahrzeug "Opel Blitz" ein neu errichtetes Gerätehaus eingeweiht. 1995 wurde ein neues Löschfahrzeug angekauft und 3 Jahre später erwarb die Feuerwehr Schlaiten von der FF-Lienz ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug. Auch der alte VW-Bus wurde 2003 durch ein neues Mannschaftsfahrzeug ersetzt.
Durch die Anschaffung von Fahrzeugen und Geräten wurde auch eine Adaptierung des Feuerwehrhauses erforderlich. Das Gebäude wurde um eine Fahrzeughalle erweitert, generalsaniert und im Jahre 1999 anlässlich des 100-jährigen Bestandsjubiläums der Feuerwehr Schlaiten gesegnet und seiner Bestimmung übergeben.
Die Verantwortlichen in der Wehr haben sich aber auch dafür eingesetzt, dass nicht nur die Fahrzeuge und Gerätschaften, sondern auch die Mannschaft "up to date" ist. Immer wieder traten Gruppen unserer Wehr zu den verschiedensten Leistungswettbewerben an und erzielten sowohl bei Landes- als auch bei Bundesbewerben hervorragende Ergebnisse.
Pro Jahr entsendet die Feuerwehr Schlaiten bis zu 15 Männer auf durchschnittlich 3tägige Fortbildungskurse, wofür großteils Urlaubstage herangezogen werden müssen. Die Kosten für die Weiterbildung der Einsatzkräfte werden von Gemeinde und Land getragen. Die nicht ohne weiteres selbstverständliche Bereitschaft zur Schulung und ein offensichtlich gutes Kameradschaftsgefühl ist wohl der Nährboden dafür, dass die Wehr heute über einen Aktivstand von 50 Kameraden verfügt.

